Regenwassernutzung liegt im Trend. Steigende Wasserpreise, Trockenperioden und das wachsende Bewusstsein für Ressourcenschonung haben dazu geführt, dass immer mehr Haushalte Regenwasser nicht einfach in den Kanal ableiten, sondern gezielt nutzen. Aber was ist rechtlich erlaubt – und welche Pflichten kommen damit auf den Eigentümer zu?
Was ist mit Regenwasser erlaubt?
Grundsätzlich darf Regenwasser für alle nicht-trinkwasserpflichtigen Zwecke genutzt werden: Gartenbewässerung, Toilettenspülung, Waschmaschine und Fahrzeugwäsche. Diese Nutzungen sind in Deutschland bundesweit zulässig, sofern bestimmte technische Anforderungen erfüllt sind.
Nicht erlaubt ist die Verwendung von ungeklärtem Regenwasser für Trinkzwecke, als Kochwasser oder für persönliche Hygiene. Das klingt selbstverständlich, ist aber wichtig: Regenwasser ist kein Trinkwasser und erfüllt nicht die Anforderungen der Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001, Novelle 2023).
Technische Anforderungen
Wer Regenwasser für Toilettenspülung oder Waschmaschine nutzt, muss sicherstellen, dass das Regenwassernetz vom Trinkwassernetz strikt getrennt ist. Eine Kreuzverbindung – auch indirekt – ist verboten und kann bei einer Überprüfung durch den Versorger zu Problemen führen. Farb- oder Beschriftungsmarkierungen an Leitungen und Entnahmepunkten sind Pflicht.
Außerdem muss die Anlage bei der zuständigen Wasserbehörde oder dem Abwasserversorger angezeigt werden – je nach Bundesland und Gemeinde unterschiedlich. In vielen Städten ist eine einfache Mitteilung ausreichend.
Wartungspflichten
Eine Regenwasserzisterne ist eine technische Anlage und muss gewartet werden. Dazu gehört die regelmäßige Reinigung des Vorfilters, die Sichtkontrolle des Behälters und alle zwei bis drei Jahre eine vollständige Tankreinigung durch einen Fachbetrieb. Details zur Reinigung und dem Ablauf einer professionellen Zisternenwartung sind auf der entsprechenden Serviceseite von Rohrwerk24 beschrieben – einschließlich des Hinweises auf Sanierungsleistungen unter rohrreinigung-rohrwerk24.de/Sanierung.
Fördermöglichkeiten
Viele Kommunen fördern den Bau von Regenwasseranlagen – teils mit Zuschüssen, teils durch reduzierte Niederschlagswassergebühren. Das lohnt sich finanziell: Eine geförderte Zisterne kann sich deutlich schneller amortisieren als eine ohne Unterstützung. Informationen gibt es beim lokalen Abwasserversorger oder dem Umweltamt der Gemeinde.
Fazit
Regenwassernutzung ist rechtlich gut möglich und ökologisch sinnvoll – erfordert aber eine korrekte Installation, die strikte Trennung vom Trinkwassernetz und regelmäßige Wartung. Wer das beherzigt, profitiert langfristig von niedrigeren Wasserkosten und einem nachhaltigen Haushaltssystem.







